Was ist ein Projektaudit?

Nach DIN 69905 ist ein Projekt-Audit eine "von einem unabhängigen Auditor systematisch durchgeführte Projektanalyse". Meist wird ein Projektaudit von der Geschäftsführung oder dem Lenkungsausschuss initiiert, wenn durch Kosten- oder Terminüberschreitungen der Projekterfolg als gefährdet angesehen wird.
Die Ergebnisse eines Projektaudits können von kleineren Nachregelungsmaßnahmen über eine Projektsanierung bis hin zu einem Projektabbruch führen. Um hier objektive Entscheidungen treffen zu können, die frei von persönlichen Interessen sind, ist es notwendig, dass die Auditoren unabhängig sind. Um dies sicherzustellen werden meist externe Projekt-Auditoren gewählt.

Schritte des Projektaudits

  1. Projektauftrag erstellen
    Auch wenn es nach einer Selbstverständlichkeit und nach einer Kleinigkeit klingt - der Projektauftag ist ein sehr wichtiges Element in einem Projekt-Audit, wie in jedem Projekt. Er formuliert die Ziele und den Umfang des Projektaudits und stattet den Auditor mit den notwendigen Vollmachten für die Durchführung des Audits aus. Der Inhalt muss vom Management, das der Projektleitung übergeordnet ist definiert werden. Oft geschieht dies Hand in Hand mit dem künftigen Auditor. In diesem Rahmen geht es auch darum, die Projekt-Historie zu verstehen und das "Big-Picture" zu begreifen.
  2. Projekt-Auditplan erstellen
    Mithilfe des Inputs aller wichtigen Stakeholder (z.B.: Sponsor, Kunde, Projektleiter, etc.) wird die Vorgehensweise im Assessment auf die Anforderungen angepasst und ein Zeit- und Ressourcenplan erstellt und mit dem Sponsor abgestimmt.
    Wichtig: Ohne das Commitment des Projektleiters und des Projektteams des zu auditierenden Projektes ist ein qualitativ hochwertiges und nutzenbringendes Audit nicht möglich. Das Projektteam muss verstehen, dass das Audit dem Projekt und damit seinen Beteiligten Nutzen bringt und keinen Schaden.
  3. Projektaudit durchführen
  4. Projektaudit-Bericht erstellen